Erste Schritte
Was Clipnity ist, für wen es gedacht ist und was vom ersten Klick bis zur ersten Auszahlung passiert.
Was ist Clipnity?
Clipnity ist eine Plattform für leistungsbasierte Short-Form-Distribution. Ein Creator, eine Marke oder ein Produkt beauftragt eine Clip-Kampagne; Menschen, die Clipper genannt werden, schneiden aus dem bereitgestellten Material kurze Videos und veröffentlichen sie auf ihren eigenen Social-Accounts. Die Vergütung richtet sich nach den Views, die diese Clips tatsächlich erzielen, gemessen und validiert auf unserer Seite.
Clipnity organisiert die Kampagne, beauftragt die Clipper, prüft die Einreichungen, misst die Ergebnisse und rechnet ab. Clipnity verspricht keine Anzahl an Views. Geschuldet sind die ordnungsgemäße Organisation, Durchführung und Prüfung der Kampagne, und abgerechnet wird nur, was tatsächlich validiert wurde.
Für wen ist Clipnity?
Es gibt zwei Seiten.
- Creator: Streamer, Musikerinnen und Musiker, Künstler, Marken, Produkte und Communities, die ihre Inhalte als Short-Form-Video verbreiten wollen. Creator nutzen Clipnity unternehmerisch.
- Clipper: Menschen, die kurze Videos schneiden und auf ihren eigenen TikTok-, YouTube- oder Instagram-Accounts veröffentlichen und für die Views dieser Clips vergütet werden.
Du kannst beides sein. Die Rollen sind getrennt und werden im Onboarding gewählt.
Wie funktioniert Clipnity von Anfang bis Ende?
- Ein Creator richtet eine Gruppe mit den Kampagnenregeln ein: zulässiges Ausgangsmaterial, zulässige Plattformen, Preis pro 100.000 validierte Views, Budget, Mindest-Views pro Clip, Kampagnenzeitraum und Gruppenregeln.
- Ein Clipper tritt der Gruppe bei. Der Beitritt setzt einen freien Gruppen-Slot und die Annahme der Gruppenregeln voraus.
- Der Clipper schneidet einen Clip und veröffentlicht ihn auf seinem eigenen Account auf einer unterstützten Plattform.
- Der Clipper reicht den veröffentlichten Clip zur Kampagne ein.
- Clipnity gibt innerhalb von sieben Tagen frei oder lehnt ab, gemessen an den veröffentlichten Kampagnenregeln. Ein Clip, der diese Regeln erfüllt, gilt als freigegeben, wenn in diesem Zeitfenster keine Entscheidung ergeht.
- Views werden über den Kampagnenzeitraum auf unserer Seite erfasst und validiert.
- Am Ende der Abrechnungsperiode wird die Kampagne abgerechnet: Clipnity stellt dem Creator die eigene Kampagnenleistung in Rechnung, die Vergütung des Clippers wird per Gutschrift von Clipnity abgerechnet, und die Auszahlung wird nach der Sicherheitsfrist freigegeben.
Clipnity schließt den Vertrag mit dem Creator im eigenen Namen und beauftragt die Clipper im eigenen Namen. Zwischen Creator und Clipper besteht kein Vertrag.
Was kostet Clipnity?
Für Clipper: nichts. Der Beitritt ist kostenlos, das Einreichen ist kostenlos, und von deiner Vergütung wird keine Servicegebühr abgezogen. Dein erster Gruppen-Slot gehört zum Account. Weitere Slots sind ein separater, freiwilliger Kauf.
Für Creator: Du zahlst die Kampagnenleistung (die berechnete Clipper-Vergütung für die validierten Views zuzüglich der Servicegebühr von Clipnity in Höhe von 10 %) zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Für Views, die nie erzielt wurden, wird nichts berechnet. Siehe die Servicegebühr und das Rechenbeispiel.
Wer kann sich registrieren?
Clipnity ist derzeit in Deutschland tätig und rechnet in Euro ab.
- Creator müssen unternehmerisch handeln, in Deutschland ansässig und zum Vorsteuerabzug berechtigt sein. Unternehmensangaben und Vertretungsbefugnis werden im Onboarding geprüft.
- Clipper, die vergütet werden wollen, müssen in Deutschland ansässig und verifiziert sein und einen Steuerstatus angeben. Bezahltes Clipping ist eine unternehmerische Tätigkeit, deshalb ist immer eine Steuernummer, USt-IdNr. oder Kleinunternehmer-Identifikationsnummer erforderlich. Ohne angegebenen Status und ohne Nummer bleibt das Auszahlungstor geschlossen.
Alle müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Weitere Länder und Währungen folgen; der aktuelle Geltungsbereich wird serverseitig durchgesetzt, nicht nur in der Oberfläche.
Gibt es ein Mindestalter?
Ja. Clipnity ist ab 18. Das Geburtsdatum wird im Onboarding erhoben, und die Altersprüfung läuft auf dem Server. Accounts unterhalb der Altersgrenze sind von der Plattform ausgeschlossen, nicht nur von Auszahlungen.
Welche Ausrüstung brauche ich zum Clippen?
Ein Handy und eine kostenlose Schnitt-App reichen. Was einen Clip, der läuft, von einem unterscheidet, der liegen bleibt, ist das Gespür für den Moment, nicht die Hardware. Du veröffentlichst von deinem eigenen Account, also bleibt dir auch das Publikum, das dieser Account aufbaut.
Muss ich als Creator ändern, wie ich Inhalte mache?
Nein. Du streamst, filmst und postest genau so weiter wie bisher. Dazu kommt nur ein definierter Bestand an Ausgangsmaterial, mit dem Clipper arbeiten dürfen, und die Regeln, unter denen sie veröffentlichen dürfen. Clipnity hostet veröffentlichte Clips nicht erneut und versieht sie nicht mit einem Wasserzeichen. Sie bleiben auf den Plattformen, auf denen sie veröffentlicht wurden.
Für Clipper
Einer Gruppe beitreten, veröffentlichen, einreichen, und wie aus einer Einreichung eine Vergütung wird.
Wie fange ich als Clipper an?
Erstelle einen Account, bestätige deine E-Mail-Adresse und deine Telefonnummer und verknüpfe den Social-Account, von dem aus du veröffentlichen wirst. Wenn du vergütet werden möchtest, schließe das Monetarisierungs-Onboarding ab: Identitätsprüfung, Auszahlungskonto und deine Steuerangaben.
Du kannst Gruppen ansehen und ihnen beitreten, bevor das Monetarisierungs-Onboarding abgeschlossen ist, aber eine Vergütung kann erst danach freigegeben werden.
Wie finde ich eine Gruppe zum Clippen?
Auf zwei Wegen. Öffentliche Gruppen sind in der App gelistet und können direkt betreten werden. Privaten Gruppen trittst du über einen Einladungslink des Creators oder eines Gruppenmitglieds mit der passenden Berechtigung bei.
Vor dem Beitritt zeigt die Gruppenseite die Kampagnenregeln, die zulässigen Plattformen, das zulässige Ausgangsmaterial und den Satz pro 100.000 validierte Views.
Was passiert, wenn ich einer Gruppe beitrete?
Drei Dinge werden geprüft, in dieser Reihenfolge:
- Ein freier Gruppen-Slot. Jeder Account startet mit einem. Ist er belegt, wird dir angeboten, einen weiteren Slot hinzuzufügen.
- Die Gruppenregeln. Die aktuellen Regeln werden frisch geladen und vollständig angezeigt; du musst sie ausdrücklich annehmen. Können die Regeln nicht geladen werden, kommt der Beitritt nicht zustande. Das Tor öffnet sich nie versehentlich.
- Platz in der Gruppe. Gruppen haben eine Mitgliederbegrenzung.
Bietet die Gruppe Sachprämien an, wird dir vor dem Beitritt mitgeteilt, dass der Gruppeninhaber deine Versandadresse für eine von dir freigeschaltete Prämie sehen kann, und du brauchst eine hinterlegte Versandadresse.
Mit dem Beitritt erhältst du außerdem die Lizenz, mit dem Kampagnenmaterial zu arbeiten. Diese Lizenz besteht ab dem Moment des Beitritts; sie entsteht nicht erst durch die spätere Prüfung einer Einreichung.
Wo veröffentliche ich meine Clips?
Auf deinem eigenen Account, auf einer von der Kampagne zugelassenen Plattform. Clipnity veröffentlicht nicht für dich und hostet den veröffentlichten Clip nicht. Wir speichern den Link, die Metadaten, ein Vorschaubild und die Leistungswerte, die zur Berechnung der Vergütung nötig sind.
Es gibt kein Wasserzeichen und keinen Re-Upload. Der Clip lebt dort, wo du ihn gepostet hast, und das Publikum, das er gewinnt, gehört dir.
Welche Plattformen werden unterstützt?
TikTok, YouTube Shorts und Instagram Reels. X folgt in Kürze. Jede Kampagne legt zusätzlich fest, welche dieser Plattformen sie zulässt. Ein außerhalb der zugelassenen Auswahl veröffentlichter Clip qualifiziert sich nicht.
Wie reiche ich einen Clip ein?
Erst veröffentlichen, dann einreichen. Sobald dein Clip live ist, fügst du ihn in der App mit seinem Link zur Kampagne hinzu. Die Einreichung geht in die Prüfungswarteschlange, und ihre Leistung wird ab dann erfasst.
Das Veröffentlichen bedarf keiner Einzelfreigabe. Die Lizenz zur Veröffentlichung kommt mit dem Beitritt zur Gruppe. Die Prüfung entscheidet darüber, ob eine Einreichung vergütet wird.
Wie lange dauert die Prüfung meines Clips?
Sieben Tage. Clipnity entscheidet über die Freigabe anhand der veröffentlichten Kampagnenregeln. Ergeht in diesem Zeitfenster keine Entscheidung, gilt ein Clip, der die veröffentlichten Kampagnenregeln erfüllt, als freigegeben. Eine Ablehnung muss dir begründet mitgeteilt werden.
Deine Vergütung schuldet Clipnity, nicht der Creator. Wird eine Einreichung freigegeben, werden der Satz, die Kampagnenregeln und die anwendbaren Bedingungen so festgehalten, wie sie in diesem Moment galten. Eine spätere Änderung ändert einen bereits bestehenden Anspruch nicht rückwirkend.
Mein Clip wurde abgelehnt. Was jetzt?
Du bekommst die Begründung. Wenn du die Ablehnung für falsch hältst, kannst du widersprechen; siehe wie du Widerspruch einlegst. Eine Ablehnung betrifft die Vergütung für diese Einreichung; sie entfernt den Clip nicht von sich aus von der Plattform, auf der du ihn veröffentlicht hast, und sie sperrt deinen Account nicht.
Wie wird meine Vergütung berechnet?
Pro 100.000 validierte Views, zu dem Satz, der für die Kampagne gilt, der du beigetreten bist. Der Satz steht vor dem Beitritt auf der Gruppenseite und ist für eine Einreichung im Moment ihrer Annahme fixiert.
Beispiel: bei einem Satz von 10,00 € pro 100.000 validierte Views verdient ein Clip mit 250.000 validierten Views 25,00 €. Angefangene Blöcke zählen anteilig.
Die Vergütung ist durch das Kampagnenbudget begrenzt. Ist das Budget ausgeschöpft, entsteht in dieser Kampagne keine weitere Vergütung.
Was zählt als validierter View?
Ein View, den unsere Messung von der Veröffentlichungsplattform erfasst hat und der die Missbrauchsprüfungen bestanden hat. Daraus folgen zwei Dinge:
- Die Zahlen können leicht von dem abweichen, was du in deiner eigenen Plattform-Statistik siehst, weil die Messung zu definierten Zeitpunkten und gegen einen definierten Stichtag erfolgt.
- Views, die die Signatur manipulierter oder gekaufter Interaktion zeigen, werden nicht validiert und lösen keine Vergütung aus.
Abgerechnet werden immer nur tatsächlich erzielte, validierte Views. Niemand auf der Plattform verspricht vorab eine View-Zahl.
Was ist eine Mindest-View-Schwelle?
Eine Kampagne kann verlangen, dass ein Clip eine Mindestanzahl an Views erreicht, bevor er etwas einbringt. Die Schwelle ist Teil der veröffentlichten Gruppenregeln und vor dem Beitritt sichtbar.
Kann ich für mehrere Creator clippen?
Ja. Es gibt keine Exklusivität, kein Mindestvolumen und keine Pflicht, eine bestimmte Kampagne anzunehmen. Eine Kampagne abzulehnen hat für dich keine Folgen. Die einzige Grenze dafür, in wie vielen Gruppen du gleichzeitig sein kannst, ist die Anzahl der Gruppen-Slots deines Accounts.
Was passiert, wenn ich meinen Clip von der Plattform lösche?
Die Messung endet. Die bereits für validierte Views entstandene Vergütung bleibt unberührt; weitere Views können nicht mehr gezählt werden, sobald der Clip weg ist.
In einem Fall ist das Löschen Pflicht statt Wahl: wird ein Clip wirksam beanstandet oder greift die Takedown-Regel der Kampagne, musst du ihn unverzüglich auf der Drittplattform entfernen oder auf privat stellen.
Behält Clipnity etwas von meiner Vergütung ein?
Nein. Die Servicegebühr wird dem Creator berechnet, zusätzlich zur berechneten Clipper-Vergütung. Von dem, was du verdienst, wird nichts abgezogen.
Zwei Dinge können trotzdem verringern, was auf deinem Konto landet, und beide sind in deiner Abrechnung sichtbar: eine Sicherheitsfrist vor der Freigabe und, falls du dich entschieden hast, einen Gruppen-Slot aus Erträgen zu bezahlen, die Verrechnung von 50 %, die unter Slot-Finanzierung beschrieben ist.
Für Creator
Eine Kampagne aufsetzen, Einreichungen prüfen, Ausgaben steuern und was dir berechnet wird.
Wie werde ich Creator?
Der Creator-Zugang wird beantragt und geprüft. Im Onboarding bestätigst du, dass du ausschließlich unternehmerisch handelst, machst deine Unternehmensangaben und deine Vertretungsbefugnis und durchläufst die Identitäts- und Unternehmensprüfung. Creator werden einzeln freigeschaltet.
Wie setze ich eine Kampagne auf?
Eine Kampagne lebt in einer Gruppe. Eine Gruppe anzulegen setzt einen freien Gruppen-Slot voraus und verlangt die Einstellungen, die unter was du festlegst beschrieben sind. Du kannst Clipper mit einem privaten Link einladen oder die Gruppe öffentlich stellen.
Was lege ich als Creator fest?
- Den Preis pro 100.000 validierte Views, den du Clipnity für die Kampagnenleistung zahlst.
- Das Budget, die Obergrenze der Kampagne.
- Die zulässigen Plattformen und das zulässige Ausgangsmaterial.
- Die Mindest-Views pro Clip und den Mess-Stichtag.
- Die Gruppenregeln: was du willst, was tabu ist, was zur Ablehnung eines Clips führt.
- Den Kampagnenzeitraum und die Anzahl der Mitgliederplätze.
- Optional strengere Missbrauchsschwellen als das Plattformminimum.
- Deine Abrechnungsperiode: täglich, wöchentlich oder monatlich.
Satz, Budget, Regeln und Lizenz werden je Kampagnenversion festgehalten, sodass sich jeder Anspruch auf die Bedingungen zurückführen lässt, die bei seiner Entstehung galten.
Welches Ausgangsmaterial stelle ich bereit?
Eine definierte Liste dessen, womit Clipper arbeiten dürfen: Streams, Uploads, Material, das du lieferst. Die Liste ist Teil der Kampagne, sodass beide Seiten genau wissen, was im Umfang enthalten ist.
Du sicherst zu, dass du die für dieses Material erforderlichen Rechte hältst, einschließlich der Rechte an Musik, der mitwirkenden oder abgebildeten Personen, an Marken und an Drehorten. Siehe was du zusicherst.
Muss ich jede Einreichung prüfen?
Du hast pro Einreichung sieben Tage Zeit, freizugeben oder abzulehnen. Ablehnungen brauchen eine Begründung, die an den Clipper weitergegeben wird. Die Prüfung ist der Weg, mit dem du die Kontrolle darüber behältst, was deinen Namen trägt.
Was passiert, wenn ich nicht innerhalb von sieben Tagen reagiere?
Eine Einreichung, die deine veröffentlichten Gruppenregeln erfüllt, gilt als angenommen. Das ist Absicht: Clipper veröffentlichen, bevor sie einreichen, deshalb würde eine unbeantwortete Warteschlange sie mit erledigter Arbeit ohne Entscheidung zurücklassen. Erfüllt eine Einreichung deine Regeln nicht, macht ein unbeantwortetes Zeitfenster daraus keinen wirksamen Anspruch.
Kann ich meine Ausgaben deckeln?
Ja. Jede Kampagne hat ein Budget, und es wird reserviert, sobald Ansprüche entstehen, sodass es nicht überschritten werden kann. Bringt ein Clip keine Views, wird dir dafür nichts berechnet.
Die Servicegebühr wird auf die Clipper-Vergütung aufgeschlagen und die Umsatzsteuer darauf, plane also mit dem Budget plus 10 % plus Umsatzsteuer als maximalen Kampagnenkosten.
Kann ich eine Kampagne stoppen?
Ja, und es fällt keine Stornogebühr an. Stoppen bedeutet, dass keine neuen Einreichungen mehr finanziert werden. Bereits erfolgte Einreichungen werden weiterhin nach der Sieben-Tage-Regel geprüft, und die Vergütung für angenommene Arbeit bleibt zahlbar. Die Clipper haben die Arbeit unter den Regeln erbracht, die zu diesem Zeitpunkt galten.
Wie oft wird mir abgerechnet?
Du entscheidest: täglich, wöchentlich oder monatlich. Die Abrechnung läuft nach Ablauf der Periode und umfasst die darin validierten Views. Täglich ist die engste Rückkopplung und die kleinste Einzelrechnung; monatlich gibt dir ein Dokument pro Monat.
Was passiert, wenn ich zu spät zahle?
Es gibt einen erneuten Versuch und eine dreitägige Nachfrist, genug, um eine abgelaufene Karte oder ein vorübergehendes Bankproblem abzufangen. Danach stoppen laufende Kampagnen, und es können keine neuen gestartet werden, bis das Konto ausgeglichen ist. Bereits erbrachte Leistungen bleiben abrechenbar.
Sehe ich, wer den Clip gemacht hat?
Du siehst das Profil des Clippers auf der Plattform und den veröffentlichten Clip, so wie jeder Zuschauer. Du erhältst weder die bürgerliche Identität noch die Anschrift des Clippers, und nichts davon erscheint auf deiner Rechnung. Clipnity schließt die Verträge mit den Clippern im eigenen Namen, deshalb sind deren Rechnungsdaten nicht Teil deines Abrechnungsdokuments.
Ein veröffentlichter Clip verstößt gegen meine Regeln. Was kann ich tun?
Melde ihn. Wir können die Einreichung innerhalb des Dienstes sperren oder entfernen, was weitere Vergütung stoppt und offene Beträge bis zur Klärung zurückhält. Wir können außerdem bei uns gespeichertes Kampagnenmaterial und Vorschaubilder entfernen und in schweren oder wiederholten Fällen den Account einschränken.
Der Clip auf der Drittplattform liegt auf dem eigenen Account des Clippers, wir können ihn also nicht selbst löschen. Nach der Kampagnenlizenz ist der Clipper verpflichtet, ihn zu entfernen oder auf privat zu stellen, soweit die Beanstandung berechtigt ist, und der Meldeweg der Plattform selbst bleibt dir als schnellster Weg zur dortigen Entfernung offen.
Gruppen-Slots, Finanzierung und Prämien
In wie vielen Gruppen du gleichzeitig sein kannst, wie du Kapazität ergänzt und wie Sachprämien funktionieren.
Was ist ein Gruppen-Slot?
Ein Slot ist Kapazität für eine Gruppenmitgliedschaft. Du brauchst einen freien Slot, um einer Gruppe beizutreten oder eine zu gründen. Slots sind das, was die Gruppenzahl auf der Plattform aussagekräftig hält statt unbegrenzt.
Bekomme ich einen Slot kostenlos?
Ja. Jeder Account bekommt einen kostenlosen Slot bei der Registrierung. Das reicht, um einer Gruppe beizutreten oder eine Kampagne zu betreiben, dauerhaft und kostenlos.
Wie bekomme ich weitere Slots?
Zusätzliche Slots kosten 99,99 € pro Stück. Sie werden von Clipnity im eigenen Namen verkauft, der Gesamtpreis wird im Bestellprozess in Euro angezeigt, und es gilt der im Checkout bestätigte Preis.
Zwei Zahlwege: eine Einmalzahlung oder die Abzahlung aus Erträgen. Der Gesamtpreis ist in beiden Fällen identisch: keine Zinsen, kein Aufschlag, keine Gebühren.
Was heißt es, einen Slot aus Erträgen abzuzahlen?
Es ist die Alternative dazu, die 99,99 € im Voraus zu zahlen, und kostet insgesamt genau dasselbe.
Der Slot wird sofort freigeschaltet, und 50 % jedes zahlbaren Vergütungsbetrags werden einbehalten und auf den offenen Slot-Preis angerechnet, bis er gedeckt ist. Die anderen 50 % stehen wie gewohnt zur Auszahlung bereit. Ist der Preis gedeckt, endet der Einbehalt.
Die 50 % gelten für alle deine offenen Finanzierungen zusammen, nicht je Finanzierung, deshalb werden bei mehreren finanzierten Slots nie mehr als die Hälfte einbehalten. Du kannst den Rest jederzeit freiwillig als Einmalzahlung begleichen, ohne jeden Aufschlag, und Rabattcodes mindern den geschuldeten Betrag genauso wie bei einem Direktkauf.
Vergütungsanspruch und Verrechnung werden in deiner Abrechnung getrennt ausgewiesen.
Schulde ich Geld, wenn ich nie genug verdiene?
Nein. Die Zahlung per Verrechnung begründet keine Zahlungspflicht. Der offene Slot-Preis ist keine durchsetzbare Forderung: Er wird nicht angemahnt, nicht eingezogen und nicht an Dritte abgetreten. Wenn du nie etwas verdienst, wird auch nie etwas einbehalten.
Löschst du deinen Account, bevor der Preis gedeckt ist, entfällt der offene Betrag vollständig, und der Slot endet mit dem Account. Bereits einbehaltene Beträge werden nicht erstattet.
Verfällt ein Slot?
Nein. Ein Slot ist dauerhaft an deinen Account gebunden und nicht an die Lebensdauer einer einzelnen Gruppe geknüpft. Endet eine Gruppe, wird der Slot für die nächste frei. Slots sind nicht übertragbar und enden mit der Löschung des Accounts.
Kann ich einen Slot-Kauf widerrufen?
Ja, wenn du ihn als Verbraucher gekauft hast. Ein Slot-Kauf ist ein entgeltlicher Fernabsatzvertrag, deshalb gilt das gesetzliche 14-tägige Widerrufsrecht, und du musst keinen Grund angeben. Wir erstatten auf das von dir genutzte Zahlungsmittel, ohne Gebühren für die Erstattung.
Das Recht erlischt nur dann vorzeitig, wenn die nach § 356 Abs. 5 BGB erforderlichen Bestätigungen im Bestellvorgang von dir eingeholt wurden. Wurden sie das nicht, bleiben dir die vollen vierzehn Tage.
Das gilt nicht für Kampagnenverträge, die ausschließlich mit Unternehmern geschlossen werden, und nicht für die vergütete Tätigkeit als Clipper, die Unternehmereigenschaft voraussetzt. Registrierung und Account selbst sind kostenlos, und ein unentgeltlicher Vertrag begründet kein Widerrufsrecht.
Alle Einzelheiten und das Muster-Widerrufsformular findest du auf der Seite Widerrufsbelehrung.
Wie funktionieren Rabattcodes?
Ein Code gibt eine prozentuale oder feste Ermäßigung auf den Preis eines bestimmten Kaufs. Codes gelten ausschließlich für Slot-Preise. Sie sind kein Guthaben, nicht übertragbar, nicht auszahlbar, nicht kombinierbar und verfallen, wenn sie nicht eingelöst werden. Ein Code pro Kauf.
Was sind Sachprämien?
Sachprämien sind derzeit nicht aktiviert; die Einlösung ist deaktiviert. Die folgende Beschreibung legt dar, wie die Funktion nach der Freischaltung arbeiten wird.
Eine Gruppe kann Clipper mit Sachgegenständen statt mit Geld belohnen. Jeder Gegenstand trägt eine View-Schwelle. Erreicht ein freigegebener Clip diese Schwelle, wird der Gegenstand als Anspruch freigeschaltet. Ein Anspruch pro Clip, mehrere Clips über der Schwelle schalten also mehrere Gegenstände frei.
Eine Gruppe läuft in einem von zwei Modi: nur Geld oder nur Sachprämien. Der Modus ist für die Gruppe fest, und beides wird nicht vermischt, sodass immer eindeutig ist, was ein Clip in dieser Gruppe einbringt. Im Sachprämien-Modus werden in der Gruppe nirgends Geldbeträge angezeigt.
Für das Einlösen eines freigeschalteten Gegenstands fällt eine Einlösegebühr von 0,99 € je Gegenstand an.
Wer sieht meine Versandadresse?
Nur der Gruppeninhaber und Mitglieder, deren Rolle ausdrücklich die Berechtigung zum Einsehen von Mitgliederadressen trägt, und nur für eine Prämie, die du tatsächlich freigeschaltet hast. Du wirst darauf hingewiesen, bevor du einer Gruppe mit Prämien beitrittst, und du musst vor dem Beitritt selbst eine Adresse hinterlegen.
Der Inhaber versendet den Gegenstand und markiert ihn als versendet.
Sind Sachprämien steuerpflichtig?
Eine Prämie ist Teil deiner Vergütung. Sie wird in deiner Abrechnung so behandelt und zählt in die Meldung, die unter Plattformmeldung beschrieben ist, obwohl kein Geld geflossen ist. Der Wert der Prämien je Empfänger und Jahr ist gedeckelt.
Clipnity leistet keine Steuerberatung. Siehe deine eigene steuerliche Lage.
Wie du dein Geld bekommst
Voraussetzungen, Sicherheitsfristen, Zeitpunkte, und wessen Verpflichtung dein Guthaben genau ist.
Was brauche ich, bevor ich ausgezahlt werden kann?
- Ein vollständig eingerichtetes Auszahlungskonto, angelegt über unseren Zahlungsdienstleister.
- Die Identitätsprüfung, einschließlich Name, Geburtsdatum, Anschrift und Bankverbindung.
- Deine Steuerangaben: Ansässigkeitsstaat, Steuer-Identifikationsnummer sowie deine Steuernummer, USt-IdNr. oder Kleinunternehmer-Identifikationsnummer. Bezahltes Clipping ist eine unternehmerische Tätigkeit, deshalb ist eine dieser Nummern immer erforderlich.
- Die Zustimmung zum Gutschriftverfahren, das unter Gutschriften beschrieben ist.
Das sind gesetzliche Anforderungen, keine Vorlieben. Fehlt eine davon, bleibt das Auszahlungstor geschlossen, und werden die Angaben nach zweimaliger Aufforderung nicht geliefert, werden Auszahlungen zurückgehalten und der Account eingeschränkt.
Wer schuldet mir meine Vergütung?
Clipnity. Du wirst von Clipnity beauftragt, nicht vom Creator, und zwischen dir und dem Creator besteht kein Vertrag. Dein Anspruch richtet sich gegen Clipnity und besteht unabhängig davon, ob der Creator zahlt. Fällt ein Creator aus, ist das das Problem von Clipnity, nicht deins.
Die Kehrseite, unter der Sicherheit deines Guthabens klar benannt: Ein stehen gelassenes Guthaben ist eine ungesicherte Forderung.
Warum ist meine Vergütung zurückgehalten?
Jeder Betrag durchläuft eine Sicherheitsfrist von 7 Tagen, bevor er ausgezahlt werden kann. Dieselben 7 Tage gelten für jede Kampagne, unabhängig davon, womit der Creator gezahlt hat. Es ist eine im Voraus vereinbarte Zahlungsbedingung deiner Beauftragung, keine spontane Verzögerung.
Eine Rückbuchung, die innerhalb der Sicherheitsfrist eingeht, mindert die betroffenen Positionen. Eine Rückbuchung nach ihrem Ablauf ist der Verlust von Clipnity, nicht deiner.
Gibt es einen Mindestauszahlungsbetrag?
Ja, 20 €. Die einzige Ausnahme ist die Kontoschließung: Eine Schlussabrechnung zahlt dein gesamtes zahlbares Guthaben unabhängig vom Mindestbetrag aus; siehe Account schließen.
Was kann meine Auszahlung zurückhalten oder begrenzen?
Drei Dinge, alle vorab benannt und alle in deiner Abrechnung sichtbar. Sonst wird nie etwas abgezogen.
- Die 7-tägige Sicherheitsfrist. Ein Zeitpunkt, kein Abzug: Der Betrag gehört dir, er ist nur noch nicht freigebbar. Siehe warum die Vergütung zurückgehalten wird.
- Der Mindestauszahlungsbetrag von 20 €. Darunter bleibt das Guthaben stehen, bis es wächst; es verfällt nie. Bei einer Kontoschließung wird unabhängig davon alles ausgezahlt.
- Slot-Finanzierung. Wenn du dich entschieden hast, einen Gruppen-Slot aus Erträgen abzuzahlen, werden 50 % jedes zahlbaren Betrags mit dem offenen Slot-Preis verrechnet, und 50 % bleiben verfügbar. Siehe einen Slot aus Erträgen abzahlen.
Was nicht auf dieser Liste steht: eine Plattformprovision. Die Servicegebühr von Clipnity wird dem Creator berechnet und nie von deiner Vergütung abgezogen; siehe behält Clipnity etwas ein.
Wann wird eine Auszahlung ausgeführt?
In vier Schritten, und es lohnt sich zu wissen, wo die Zeit hingeht:
- Der Betrag wird zahlbar. Die Vergütung für angenommene Einreichungen wird zum Ende der Abrechnungsperiode abgerechnet und liegt dann in der 7-tägigen Sicherheitsfrist, die unter warum die Vergütung zurückgehalten wird beschrieben ist.
- Du beantragst die Auszahlung in deinem Account. Es wird nichts automatisch überwiesen; der Antrag liegt bei dir, und das zahlbare Guthaben muss mindestens 20 € betragen.
- Wir prüfen und geben manuell frei. Zwischen Antrag und Freigabe liegt eine verpflichtende Wartezeit, und es können Tageslimits gelten. Es besteht kein Anspruch auf Ausführung zu einem bestimmten Zeitpunkt.
- Die Überweisung läuft. Freigegebene Auszahlungen werden unverzüglich ausgeführt. Ab dort ist es eine gewöhnliche Banküberweisung: Die Gutschrift dauert typischerweise ein bis zwei Bankarbeitstage, und Wochenenden und Feiertage zählen nicht mit.
Die manuelle Freigabe ist eine bewusste Entscheidung, kein Engpass, den wir zu entfernen vergessen haben: Sie ist der letzte Punkt, an dem eine betrügerische oder irrtümliche Überweisung noch gestoppt werden kann. Kommt eine Auszahlung nicht an, siehe was passiert, wenn eine Auszahlung fehlschlägt.
Meine Auszahlung ist fehlgeschlagen. Was passiert?
Eine fehlgeschlagene oder zurückgeleitete Auszahlung wird deinem Guthaben wieder gutgeschrieben, und der Betrag steht erneut zur Verfügung, sobald die Ursache behoben ist, meist falsche oder veraltete Bankdaten. Kann eine Auszahlung aus Gründen in deinem Verantwortungsbereich nicht ausgeführt werden, ruht der Anspruch, bis das Hindernis beseitigt ist. Er verfällt nicht.
Ist mein Guthaben geschützt, wenn Clipnity scheitert?
Nein, und wir sagen es lieber, als dass du es herausfindest. Guthaben auf einem Clipper-Account sind ungesicherte Forderungen gegen Clipnity. Es gibt kein Treuhandkonto und kein Escrow-Modell. In einer Insolvenz stünden Clipper als gewöhnliche Gläubiger da.
Die praktische Schlussfolgerung überlassen wir dir: Beantrage Auszahlungen, statt ein Guthaben anwachsen zu lassen. Nichts an der Plattform verlangt, dass du Geld stehen lässt.
Was passiert mit meinem Guthaben, wenn ich meinen Account schließe?
Die Schließung des Accounts löst eine Schlussabrechnung deines gesamten zahlbaren Guthabens aus. Weder der Mindestbetrag von 20 € noch das reguläre Ende der Sicherheitsfrist gelten dafür.
Prüfungen zu Betrug, Streitfällen, Legal Hold, Identität und Steuern haben weiterhin Vorrang und können eine Schlussabrechnung verzögern. Verknüpfte Social-Identitäten bleiben nach der Schließung 30 Tage lang für die Wiederverwendung in einem zweiten Account gesperrt.
Preise, Rechnungen und Umsatzsteuer
Was die Gebühr ist, was ein Dokument ausweist, wie die Umsatzsteuer behandelt wird und welche Steuerdaten nötig sind.
Wer hat mit wem einen Vertrag?
Zwei Verträge, beide mit Clipnity:
- Creator ↔ Clipnity: der Kampagnenvertrag. Clipnity erbringt die Kampagnenleistung im eigenen Namen und auf eigene Rechnung.
- Clipnity ↔ Clipper: der Rahmenvertrag, unter dem Clips erstellt und veröffentlicht werden.
Zwischen Creator und Clipper besteht kein Vertrag. Alle vertraglichen Ansprüche laufen über Clipnity. Gesetzliche Ansprüche (Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht, Markenrecht, Wettbewerbsrecht, Delikt) setzen keinen Vertrag voraus und bleiben unberührt.
Der Kampagnenvertrag ist ein Dienstvertrag mit leistungsabhängiger Vergütung. Clipnity schuldet die ordnungsgemäße Organisation, Durchführung und Prüfung der Kampagne; eine bestimmte Anzahl an Views wird nicht geschuldet.
Was ist die Servicegebühr von 10 %?
Die Gebühr von Clipnity für den Betrieb der Kampagne: 10 % berechnet auf die Clipper-Vergütung für die validierten Views, nach Abzug einer etwaigen plattformfinanzierten Gutschrift. Sie wird dem Creator berechnet, nie von der Vergütung eines Clippers abgezogen.
Wird ein abgerechneter Betrag wirksam rückabgewickelt, wird die darauf entfallende Gebühr anteilig korrigiert.
Könnt ihr ein Rechenbeispiel zeigen?
Eine Million validierte Views bei einem Satz von 10,00 € pro 100.000 validierte Views:
- Berechnete Clipper-Vergütung: 100,00 €
- Servicegebühr Clipnity, 10 %: 10,00 €
- Netto: 110,00 €
- Umsatzsteuer 19 %: 20,90 €
- Zahlbetrag gesamt: 130,90 €
Für einen zum Vorsteuerabzug berechtigten Creator liegen die wirtschaftlichen Kosten bei den 110,00 € netto.
Die Aufteilung wird zur Transparenz in deinem Reporting gezeigt. Die Rechnung selbst führt die Kampagnenleistung als eine einzige Position mit der Anzahl der validierten Views, denn genau das liefert Clipnity an dich.
Wird Umsatzsteuer berechnet?
Preise gegenüber unternehmerischen Creatorn verstehen sich netto, zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Ab dem 1. Januar 2027 wird die deutsche Umsatzsteuer von 19 % auf jeder Rechnung gesondert ausgewiesen. Bis zum 31. Dezember 2026 rechnet Clipnity nach der Kleinunternehmerregelung des § 19 UStG ab: Es wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen, und die Rechnung trägt stattdessen den vorgeschriebenen Hinweis auf diese Befreiung. Maßgeblich ist, wann die Leistung erbracht wurde, nicht das Rechnungsdatum und nicht der Start einer Kampagne.
Was weist meine Rechnung aus?
Die Kampagnenleistung für die Abrechnungsperiode als eine einzige Position mit der Anzahl der validierten Views, mit dem Nettobetrag, der zum Rechnungsdatum geltenden umsatzsteuerlichen Behandlung und einer etwaigen plattformfinanzierten Gutschrift, die gesondert als Minderung des Betrags ausgewiesen wird.
Die Aufschlüsselung in berechnete Clipper-Vergütung und Servicegebühr erscheint in deinem Kampagnen-Reporting, wo die Transparenz über die Berechnung hingehört. Identitäten von Clippern erscheinen nicht auf deiner Rechnung.
Was ist eine Gutschrift im Abrechnungsverfahren?
Clipper müssen keine Rechnungen schreiben. Clipnity rechnet mit dir über eine Gutschrift im Sinne des § 14 Abs. 2 Satz 5 UStG ab: Der Leistungsempfänger stellt das Dokument aus. Das wird im Monetarisierungs-Onboarding vorab vereinbart, weshalb die Zustimmung Voraussetzung für Auszahlungen ist.
Das Dokument ist als Gutschrift gekennzeichnet, trägt eine Clipnity-Dokumentennummer und deine Steuernummer, USt-IdNr. oder Kleinunternehmer-Identifikationsnummer und weist die umsatzsteuerliche Behandlung aus, die sich aus deinem erfassten Steuerstatus ergibt. Eine spätere Änderung deines Steuerstatus ändert bereits ausgestellte Gutschriften nie rückwirkend.
Eine Gutschrift je Abrechnungsperiode. Ob sie Umsatzsteuer ausweist, hängt von deinem erfassten Steuerstatus ab: Bei Clippern unter der Kleinunternehmerregelung des § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen, und das Dokument trägt stattdessen den gesetzlichen Hinweis auf diese Befreiung.
Was, wenn eine Gutschrift falsch ist?
Sag uns Bescheid und widersprich. Ein Widerspruch wird mit Zeitpunkt und Grund erfasst, die Gutschrift verliert ihre Wirkung als Rechnung, und es wird ein korrigiertes Dokument ausgestellt, oder du stellst stattdessen selbst eine Rechnung. Weitere Auszahlungen pausieren bis zur Klärung, denn Beleg und Geld müssen dasselbe beschreiben.
Es gibt keine Form und keine Frist: Ein Widerspruch nach § 14 Abs. 2 Satz 6 UStG ist wirksam, wie auch immer du ihn erklärst. Öffne in der App ein Support-Ticket in der Kategorie Payment, nenne die Dokumentennummer und was falsch ist, das gilt als dein Widerspruch. Per E-Mail schreibst du an contact@clipnity.com.
Warum braucht ihr meine Steuernummer?
Drei getrennte rechtliche Gründe, die alle erfüllt sein müssen, bevor Geld fließen kann.
- Eine Gutschrift ist nur mit der Steuernummer, USt-IdNr. oder Kleinunternehmer-Identifikationsnummer des Empfängers gültig.
- Zahlungen an Leistende müssen einem genau identifizierten Empfänger zuordenbar sein. Ohne vollständige Angaben ist die Überweisung gesperrt.
- Die Plattformmeldung verlangt die unter Plattformmeldung aufgeführten Identifikationsdaten.
Die Daten werden über einen serverseitigen Prozess erhoben, verschlüsselt gespeichert und nie in Links oder Diagnosedaten abgelegt.
Meldet Clipnity meine Einkünfte an das Finanzamt?
Ja. Als Betreiber einer digitalen Plattform meldet Clipnity die Vergütungen der Clipper einmal jährlich, bis zum 31. Januar für das Vorjahr, an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt), nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz (PStTG) zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2021/514 („DAC7“).
Gemeldet werden Name, Anschrift, Geburtsdatum, Ansässigkeitsstaat, Steuer-Identifikationsnummer, USt-IdNr. sofern vorhanden, die Kennung des Finanzkontos, die Höhe der Vergütung, die Anzahl der Transaktionen und einbehaltene Gebühren. Das BZSt kann diese Daten an die Steuerbehörde deines Ansässigkeitsstaats weitergeben.
Zwei Konsequenzen, die viele überraschen: lediglich verrechnete Beträge zählen als Vergütung, obwohl nichts ausgezahlt wurde, und die Meldepflicht für das Jahr der Löschung überdauert die Schließung deines Accounts. Über die zu dir gemeldeten Daten wirst du informiert.
Muss ich das, was ich verdiene, versteuern?
Ja, und dafür bist du selbst verantwortlich. Clipnity leistet keine Steuerberatung.
Nur als Orientierung: Monetarisiertes Clipping ist eine unternehmerische Tätigkeit, deshalb ist deine Vergütung Einkunft aus Gewerbebetrieb nach § 15 EStG und in voller Höhe zu erklären. Einen steuerfreien Sockelbetrag gibt es dafür nicht. Die Aufnahme eines Gewerbes ist der Gemeinde binnen eines Monats anzuzeigen, und der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ist beim Finanzamt einzureichen (§ 138 AO). Wenn du unsicher bist, wie das auf deine Situation zutrifft, frag eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, das ist keine Frage, die diese Seite für dich beantworten kann.
Was sind plattformfinanzierte Gutschriften?
Eine Minderung des Preises einer Clipnity-Leistung, die Clipnity auf eigene Kosten gewährt. Gutschriften mindern den Betrag, den der Creator schuldet; sie mindern nicht das, was Clippern zusteht, und die Servicegebühr wird nach Anwendung der Gutschrift berechnet.
Gutschriften sind Preisnachlässe, keine Gutscheine: Sie können nicht gekauft werden, sind nicht übertragbar, nicht auszahlbar und werden auf der Rechnung gesondert als Minderung des Betrags ausgewiesen.
Zahlungen und Stripe
Wer das Geld bewegt, was dabei übermittelt wird und was Clipnity nie zu sehen bekommt.
Wer wickelt die Zahlungen ab?
Stripe Payments Europe, Ltd. (Irland). Alle eingehenden Zahlungen von Creatorn und alle Auszahlungen an Clipper laufen über Stripe; deren Bedingungen gelten zusätzlich zu unseren.
Für Auszahlungen wird speziell Stripe Connect genutzt: Als Clipper bekommst du ein eigenes verbundenes Auszahlungskonto, und genau das macht es möglich, dich direkt auf dein Bankkonto zu bezahlen.
Welche Daten erhält Stripe?
Für Auszahlungen: deinen Namen, dein Geburtsdatum, deine Anschrift, deine Bankverbindung, soweit erforderlich ein Ausweisdokument, und deinen Verifizierungsstatus. Wir erheben diese Daten in unserer eigenen Anwendung und übermitteln sie an Stripe. Für Zahlungen: die Transaktions- und Zahlungsdaten, die zur Entgegennahme der Zahlung nötig sind.
Stripe verarbeitet einen Teil davon als eigener Verantwortlicher, um eigene gesetzliche Prüfpflichten zu erfüllen, nach seiner Datenschutzerklärung unter stripe.com/privacy. Stripe übermittelt personenbezogene Daten konzernintern an Stripe, Inc. in den USA; Stripe, Inc. ist unter dem EU–US Data Privacy Framework zertifiziert, und ergänzend gelten EU-Standardvertragsklauseln.
Speichert Clipnity meine Kartendaten?
Nein. Kartendaten werden in die eigenen Zahlungsfelder von Stripe eingegeben und von Stripe gehalten. Clipnity erhält und speichert nie eine vollständige Kartennummer. Wir sehen, was wir zum Abgleich einer Zahlung brauchen: dass sie erfolgreich war, über welchen Betrag und zu welcher Rechnung.
Wie zahlen Creator?
Die Banküberweisung ist der Standard. Du überweist den in Rechnung gestellten Betrag auf das auf der Abrechnung genannte Konto, und die Zahlung wird deiner offenen Rechnung zugeordnet. Die Kartenzahlung steht als Alternative zur Verfügung. Lastschrift wird nicht angeboten.
Die Banküberweisung ist der Standard, weil sie der günstigere Weg ist. Für die Clipper auf der anderen Seite macht es keinen Unterschied: Die Sicherheitsfrist beträgt so oder so 7 Tage, und das längere Rückbuchungsrisiko einer Kartenzahlung trägt Clipnity selbst.
Wer trägt die Gebühren von Stripe?
Clipnity. Abwicklungsgebühren sind Kosten des Plattformbetriebs; sie werden weder deiner Rechnung hinzugefügt noch von der Vergütung eines Clippers abgezogen.
Warum sollte ich eine Kartenzahlung bestätigen?
Das ist 3-D Secure, die starke Kundenauthentifizierung, die das europäische Recht für Kartenzahlungen verlangt. Deine Bank entscheidet, wann sie ausgelöst wird, nicht Clipnity. Mit einer Banküberweisung entfällt der Schritt vollständig.
Was passiert bei Erstattungen und Rückbuchungen?
Eine Erstattung geht auf das ursprüngliche Zahlungsmittel zurück, und die daran hängenden Anspruchs-, Gebühren- und Steuerpositionen werden mit ihr korrigiert.
Eine Rückbuchung eröffnet einen Fall: Die betroffenen Beträge werden für seine Dauer eingefroren. Geht sie innerhalb der Sicherheitsfrist ein, mindert sie die betroffenen Clipper-Positionen. Geht sie nach Ablauf der Sicherheitsfrist ein, trägt Clipnity den Verlust und der Clipper behält das Geld.
Jede Korrektur wird als Gegenbuchung erfasst. In der Finanzhistorie wird nichts überschrieben oder gelöscht.
Vertrauen, Prüfung und Widerspruch
Wie mit manipulierter Interaktion umgegangen wird, und das Verfahren, das dich vor einer falschen Entscheidung schützt.
Wie geht Clipnity mit manipulierten Views um?
Eingereichte Clips werden automatisiert auf Anzeichen manipulierter oder gekaufter Interaktion geprüft: wie sich Views über die Zeit verteilen, wie sie sich zu anderen Interaktionen verhalten, Wiederholungsmuster und wie weit ein Clip von der Norm seiner Kampagne abweicht, daneben die öffentliche Historie des veröffentlichenden Profils. Aus der Bewertung entsteht ein Anomalie-Score.
Dieses Mindestschutzniveau ist plattformweit verbindlich und nicht abschaltbar. Ein Creator darf für seine eigene Gruppe strengere Schwellen setzen, nie schwächere. Die Prüfung existiert, weil eine Vergütung nur für echte Interaktion entstehen kann. Ohne sie würden ehrliche Clipper aus demselben Budget bezahlt wie gekaufte Views.
Mein Clip wurde gesperrt. Was heißt das?
Die Einreichung ist vorläufig gesperrt, und die daran hängende Vergütung wird zurückgehalten. Es heißt nicht, dass das Geld weg ist, und dein Account ist nicht automatisch gesperrt.
Du erhältst eine Begründung zu Art, Umfang und Dauer der Maßnahme, den zugrunde liegenden Tatsachen, dazu, ob automatisierte Mittel eingesetzt wurden, zur rechtlichen oder vertraglichen Grundlage und zum Weg, sie anzufechten.
Wie lege ich Widerspruch ein?
Widersprich innerhalb von sechs Monaten nach der Mitteilung, per E-Mail an contact@clipnity.com oder über ein Support-Ticket. Benenne die Entscheidung (die Clip- oder Kampagnenreferenz) und erkläre, warum du sie für falsch hältst.
Wir antworten innerhalb von 14 Tagen. Erweist sich eine Maßnahme als unbegründet, wird sie unverzüglich aufgehoben. Der Weg zu den Gerichten und zu zertifizierten außergerichtlichen Streitbeilegungsstellen nach Artikel 21 DSA bleibt dir offen.
Ist ein Mensch beteiligt?
Ja, und zwar an der Stelle, an der es zählt. Eine Vergütung verfällt nie endgültig ohne menschliche Prüfung. Die automatisierte Sperre ist eine vorläufige Maßnahme; über das Endergebnis entscheidet ein Mensch, und die Scoring-Version sowie die Begründung der Entscheidung werden dokumentiert.
Die Sperre ist eine automatisierte Einzelentscheidung im Sinne des Artikels 22 Abs. 1 DSGVO, und dir stehen die entsprechenden Rechte zu: das Eingreifen einer Person zu erwirken, den eigenen Standpunkt darzulegen und die Entscheidung anzufechten. Meldungen und Widersprüche werden von einem Menschen geprüft, nicht von einer Maschine.
Was ist verboten?
Inhalte, die gegen Gesetze verstoßen, Rechte Dritter verletzen, Gewalt verherrlichen, pornografisch, diskriminierend, jugendgefährdend oder irreführend sind.
Auf der Messseite: das Manipulieren von Leistungswerten (automatisierter Traffic, gekaufte Interaktionen, Mehrfach-Accounts) und Absprachen zwischen nahestehenden Personen, die Geld im Kreis bewegen sollen, statt Views zu erzielen.
Kampagnenregeln, Prüfkriterien und Missbrauchsprüfungen sind die Leistungsbeschreibung und deren Qualitätssicherung. Sie sind keine Weisungen dazu, wann, wo oder wie viel du arbeitest: Du behältst deine eigene Zeiteinteilung, deine eigene Ausrüstung und deine eigenen Accounts, und du kannst jede Kampagne folgenlos ablehnen.
Kann mein Account gesperrt werden?
Bei schweren oder wiederholten Verstößen ja, und in diesem Fall verschwindet ein Guthaben nicht einfach. Es wird eingefroren, bis Prüfung und etwaiger Widerspruch abgeschlossen sind. Bestätigt sich der Missbrauch, wird es mit einem konkret bezifferten dokumentierten Schaden verrechnet. Einen pauschalen Verfall gibt es nicht.
Inhalte, Rechte und Urheberrecht
Die Lizenzkette, was jede Seite zusichert, und wie du eine Rechtsverletzung meldest.
Wer hält welche Rechte?
Die Lizenz läuft in zwei Schritten, weil zwischen Creator und Clipper kein Vertrag besteht:
Creator → Clipnity → Clipper
- Zum Kampagnenstart räumt der Creator Clipnity eine enge, versionierte Lizenz am bereitgestellten Material ein (definiertes Material, Plattformen, Gebiet, Dauer und Takedown-Regel), ausdrücklich einschließlich des Rechts zur Unterlizenzierung.
- Mit dem Beitritt zur Kampagne räumt Clipnity dem Clipper eine Unterlizenz ein. Sie kann den Umfang der Hauptlizenz nie überschreiten und endet mit ihr. Entfällt die Hauptlizenz, entfällt auch das Recht, den Clip veröffentlicht zu lassen.
Jeder Clip referenziert das Ausgangsmaterial, die Version der Hauptlizenz und die Version der Unterlizenz, sodass sich die Kette hinter jedem veröffentlichten Clip rekonstruieren lässt.
Was sichere ich als Creator zu?
Dass du alle Rechte hältst, die für das von dir bereitgestellte Material und die von dir eingeräumte Lizenz erforderlich sind: Urheberrechte und verwandte Schutzrechte, Rechte an etwaiger Musik, die Rechte auftretender oder mitwirkender Personen, Markenrechte und Rechte im Zusammenhang mit Drehorten. Du stellst Clipnity von Ansprüchen Dritter frei, die auf diesem Material beruhen.
Die Freistellung läuft ebenfalls in zwei Schritten: Der Creator stellt Clipnity frei, und Clipnity stellt den Clipper für Arbeit innerhalb der Kampagnenregeln frei. Ein Clipper, der gegen die Kampagnenregeln verstößt, steht außerhalb dieses Schutzes.
Wofür bin ich als Clipper verantwortlich?
Für deine eigenen Beiträge (deinen Schnitt, deine hinzugefügten Elemente, Text, Effekte und jedes Material, das du selbst mitbringst) und dafür, innerhalb der Kampagnenlizenz zu bleiben. Für das vom Creator bereitgestellte Material sicherst du nichts zu; das liegt in dessen Verantwortung.
Welche Rechte nimmt Clipnity?
Nur das, was der Betrieb des Dienstes erfordert: Hosting, Moderation, Missbrauchsprüfung, Buchhaltung, Support und Compliance. Clipnity erwirbt kein Eigentum an deinen Inhalten, setzt kein Wasserzeichen und verwertet oder verbreitet sie nicht über den Dienst hinaus.
Veröffentlichte Clips werden von uns überhaupt nicht gehostet. Gespeichert werden der Link, Metadaten, ein Vorschaubild und die Leistungswerte, die zur Berechnung der Vergütung nötig sind.
Darf Clipnity meine Inhalte für Marketing nutzen?
Nur mit deiner gesonderten, auf das jeweilige Asset bezogenen Einwilligung, die du jederzeit widerrufen kannst. In den regulären Bedingungen gibt es keine pauschale Marketinglizenz.
Wie melde ich eine Urheberrechtsverletzung?
Schreib eine E-Mail an contact@clipnity.com mit:
- deinem Namen und deiner E-Mail-Adresse,
- einer hinreichend begründeten Erläuterung, warum der Inhalt rechtswidrig ist,
- der genauen Fundstelle: der Clip-URL auf der Drittplattform oder der Clip-, Kampagnen- oder Gruppenreferenz bei Clipnity,
- der Erklärung, dass du in gutem Glauben an die Richtigkeit und Vollständigkeit deiner Meldung handelst,
- bei urheberrechtlichen Meldungen der Erklärung, dass du Rechteinhaber oder zur Vertretung befugt bist.
Der Eingang wird unverzüglich bestätigt, sofern du Kontaktdaten angibst. Wir prüfen Meldungen zügig, sorgfältig und objektiv, informieren dich über das Ergebnis und legen die verfügbaren Rechtsbehelfe dar. Das ist das Melde- und Abhilfeverfahren nach Artikel 16 DSA; unsere zentrale Kontaktstelle nach den Artikeln 11 und 12 DSA ist dieselbe Adresse, auf Deutsch oder Englisch.
Was kann Clipnity tatsächlich entfernen?
Innerhalb unseres eigenen Dienstes können wir die Einreichung sperren oder entfernen, sodass sie nicht mehr sichtbar ist und nichts weiter einbringt, wobei offene Beträge bis zur Klärung zurückgehalten werden. Wir können auch bei uns gespeicherte Inhalte entfernen, etwa Kampagnenmaterial und Vorschaubilder. In schweren oder wiederholten Fällen den Account.
Nicht den Clip auf der Drittplattform. Er liegt auf dem eigenen Account des Clippers, und nur dieser oder die Plattform können ihn entfernen. Nach der Kampagnenlizenz muss der Clipper ihn entfernen oder auf privat stellen, soweit die Beanstandung berechtigt ist, und das eigene Urheberrechtsverfahren der Plattform ist dort meist der schnellste Weg zur Entfernung.
Was passiert mit missbräuchlichen Meldungen?
Wenn jemand wiederholt offensichtlich unbegründete Meldungen oder Beschwerden einreicht, können wir die Bearbeitung weiterer Eingaben dieser Person nach einer Verwarnung für einen angemessenen Zeitraum aussetzen (Artikel 23 Abs. 2 DSA). Vorsätzlich falsche Meldungen können Schadensersatzansprüche auslösen.
Account, Datenschutz und Support
Deine Angaben ändern, deinen Account löschen, deine Datenrechte und wie du einen Menschen erreichst.
Wie ändere ich Benutzernamen, E-Mail-Adresse oder Passwort?
In der App unter Einstellungen → Accountdaten. Jede Änderung hat ihre eigene Seite und ihre eigene Prüfung. Das Ändern des Passworts verlangt dein aktuelles. Die Änderung deiner E-Mail-Adresse wird erst wirksam, wenn du die neue Adresse über die Bestätigungsmail bestätigst.
Wie lösche ich meinen Account?
Einstellungen → Accountdaten → Account löschen. Der Dialog nennt die Folgen, bevor du bestätigst. Mit der Löschung:
- endet der Zugang sofort, und aktive Sitzungen sowie verbundene Plattform-Tokens werden widerrufen;
- werden offene Vorgänge abgeschlossen, einschließlich einer Schlussabrechnung deines gesamten zahlbaren Guthabens;
- endet ein Slot mit dem Account, und ein offener Betrag aus der Abzahlung eines Slots aus Erträgen entfällt vollständig;
- werden verbleibende Daten pseudonymisiert, ausgenommen Unterlagen, die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen unterliegen;
- bleiben verknüpfte Social-Identitäten 30 Tage lang für die Wiederverwendung in einem zweiten Account gesperrt.
Welche Daten überdauern die Löschung?
Unterlagen, die nach dem Gesetz aufzubewahren sind: Rechnungen, Gutschriften, Verrechnungsnachweise, Zahlungsbelege und die zugehörigen Stammdaten. Die gesetzlichen Fristen betragen je nach Kategorie 10, 8, 7 und 6 Jahre, jeweils beginnend mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem das Dokument entstanden ist.
Während dieser Fristen gilt das Recht auf Löschung nicht (Artikel 17 Abs. 3 lit. b DSGVO), und die Verarbeitung dieser Daten ist eingeschränkt (Artikel 18 DSGVO): Sie werden ausschließlich zur Erfüllung steuerlicher Pflichten genutzt. Nach Ablauf der Fristen werden sie gelöscht. Die Datenschutzerklärung führt die Kategorien und Rechtsgrundlagen vollständig auf.
Welche Datenschutzrechte habe ich?
Auskunft (Art. 15), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17, begrenzt durch die vorgenannten Aufbewahrungsfristen), Einschränkung (Art. 18), Datenübertragbarkeit (Art. 20), Widerspruch (Art. 21) und Widerruf der Einwilligung mit Wirkung für die Zukunft (Art. 7 Abs. 3). Im Zusammenhang mit der automatisierten Missbrauchsprüfung stehen dir zusätzlich die Rechte aus Artikel 22 Abs. 3 zu: das Eingreifen einer Person, die Darlegung des eigenen Standpunkts und die Anfechtung der Entscheidung.
Schreib an contact@clipnity.com. Du hast außerdem das Recht, dich bei einer Aufsichtsbehörde zu beschweren; die zuständige ist in der Datenschutzerklärung benannt.
Verwendet Clipnity Cookies?
Nur unbedingt erforderliche. Kein Tracking, keine Werbe-Cookies, keine Analyse durch Dritte, und deshalb gibt es kein Einwilligungsbanner (§ 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG). Einzelheiten stehen in der Cookie-Richtlinie.
Wie erreiche ich den Support?
Per E-Mail an contact@clipnity.com oder über das Kontaktformular. In der App öffnest du ein Support-Ticket unter Einstellungen → Support. Die Kommunikation ist auf Deutsch und Englisch möglich.
Dieselbe Adresse ist unsere zentrale Kontaktstelle nach den Artikeln 11 und 12 DSA und der Weg für Meldungen, Widersprüche und Datenschutzanfragen.
Wie funktionieren Support-Tickets?
Ein Ticket verhält sich wie ein Chat: eine laufende Unterhaltung mit Anhängen. Du kannst PNG-, JPG-, GIF-, WebP- und PDF-Dateien bis 15 MB anhängen; Bilder werden direkt angezeigt. Ein geschlossenes Ticket bleibt lesbar, kann aber nicht mehr beantwortet werden. Öffne ein neues, wenn später etwas dazukommt.
Wie schnell antwortet ihr?
Gewöhnliche Anfragen beantworten wir so schnell wir können. Zwei Antwortzeiten sind fest statt bloß angestrebt: Der Eingang einer Meldung rechtswidriger Inhalte wird unverzüglich bestätigt, und ein Widerspruch gegen eine Entscheidung wird innerhalb von 14 Tagen beantwortet.
Wo finde ich die verbindlichen Bedingungen?
Diese Seite erklärt in einfacher Sprache, wie Clipnity funktioniert. Sie ist kein Vertrag. Verbindlich ist die deutsche Fassung der veröffentlichten Rechtstexte:
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